Die Strumpfhose ist eigentlich für jeden Gruftie ein unschlagbares All-Round-Talent.
Man kann Oberteile draus machen oder sie einfach zu einem lustigen Accessoire umwandeln. Der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.
1. Oberteil
Die erste Variante ist ein absolutes Basic, denn man kann es einfach zu allem kombinieren und kann vor allem auch sommerliche Sachen wintertauglichen machen.
Bei dieser Art des Strumpfhosenoberteils wird der Schritt bzw. Zwickel entfernt. Man kann entweder die Naht dranlassen, dann hat das Ding einen besseren halt, ist aber auch enger, oder man entfernt die Naht ebenso, wodurch die Schulterbreite variabel ist, allerdings auch leichter Laufmaschen entstehen (was ja nicht unbedingt schlecht sein muss..).
Als nächstes schneidet man einfach das Fußstück ab. Hier würde ich allerdings den gesamte verstärkten Bereich (der, der so dunkel ist) abtrennen. Sieht nicht so toll aus.
Dann kann man noch ein Loch für den Daumen reinschneiden oder auch die Öffnung so wieder zusammennähen, dass die Finger einzeln durchpassen (so wie bei einem Handschuh).
Wenn man gerne ein zerfetztes Oberteil haben möchte, dann würde ich immer Strumpfhosen mit einer geringen Denzahl nehmen. Am besten funktioniert das mit den Billigdingern aus dem Supermarkt. kosten nicht viel und ribbeln ja schon, wenn man sie nur scharf anguckt. Das zerfetzten geht dann am besten mit Nagelschere, Nagelfeile, Schmirgelpapier oder ähnlichen Dingen. Einfach mal ausprobieren, was einem da am ehesten liegt.
Nun zum schwierigsten Teil: das Anziehen. Diese Gebilde werden nun einfach über den Kopf gezogen. Am einfachsten geht das, wenn man die ehemaligen Strumpfhosenbeine schon über die Arme gezogen hat und das ganzen dann wie ein Top über den Kopf zieht.
2. Oberteil
Die zweite Oberteilvariante empfiehlt sich, wenn man ein Oberteil mit weitem Ausschnitt tragen will, da das Dekollete hier absolut unbehelligt bleibt.
Man schneidet einfach nur den Bund der Strumpfhose ein Stück weit ab. Wie viel man da braucht, ist ermessens Sache. Einfach mal ausprobieren und wenn es noch nicht angenehm zu tragen ist, einfach noch ein stück mehr abschneiden. Der Rest geht dann wie in Variante 1. Fußteil abschneiden, Loch rein für Daumen, Fußteil zusammennähen, zerfetzten, ganz wie es beliebt.
Angezogen wird das ganze dann wie ein Jäckchen. Arme in die Beinteile rein und der Zwickel ist auf dem Rücken. Recht leicht und unkompliziert.
3. Armstulpen
Diese Variante ist so einfach, dass sie eigentlich kaum einer Beschreibung bedarf.
Einfach bei einer Strumpfhose so viel vom Bein abschneiden, wie man an Länge für seine Stulpen haben mag, Fußteil ab, Daumenloch rein und fertig ist die wunderbare Nylonstulpe. Echt leicht, macht aber immer schön was als Asseccoire her.
Eine andere Möglichkeit für Armstulpen hat sich Rat überlegt:
Anstelle guter Strumpfhosen opfert sie einfach nur ein paar Nylonkniestrümpfe. Da einfach die Fussverstärkung abschneiden und ein Daumenloch rein oder wieder zunähen und Fingerlöcher aussparen. Die Nylonstrümpfe eigenen sich daher besser, weil sie nicht so weit sind und sie schon den sauberen Abschluss am Ende haben.
4. Rockhilfe
Rockhilfe, merkwürdiger Ausdruck. Dahinter verbirgt sich aber ein absolutes Geheimrezept für die etwas üppigeren Damen unter uns. Denn wenn im Sommer alle Welt mit kurzen Röckchen rumrennt, schwitzt man sich einen Wolf mit ein paar mehr Kilos und kann noch nicht mal auf die Strumpfhose verzichten, weil ja sonst die Oberschenkel aneinander scheuern und superschnell unangenehm wund werden. Dem kann aber Abhilfe geschaffen werden.
Einfach eine Strumpfhose nehmen und die Beine abschneiden. Oben am Höschen muss nur ein kurzes Stück stehen bleiben, grade soweit, dass es die Problemzone Oberschenkel abdeckt. Und los kann es im kurzen Röckchen ganz ohne Strumpfhose.
Wenn man das ganze noch aus einer hautfarbenen Strumpfhose macht, fällt das ganze noch nicht mal richtig auf, wenn das Röckchen etwas zu hoch flattert.
5. Armbänder
Auch wieder eine ganz einfache Variante, aber recht wirkungsvoll, denn man kann ja eh nicht genug Kram um die Handgelenke haben.
Hierfür einfach nur eine Strumpfhose in möglichst kleine Ringe schneiden. Und aus so einem Strumpfbein kann man ne Menge rausholen. Fertig ist es.
6. Schuhe, Oberteile für Puppen oder Tiertaschen
Variante 6 ist einfach nur als Deko für unsere kleinen Lieblinge gedacht. Denn auch unser Lieblingsbär soll ja passend gekleidet sein. Und auch hierfür eigenen sich Strumpfhosen sehr gut.
Als erstes braucht so ein Tier natürlich Schuhe. Hierfür einfach nur die Füße der Strumpfhose abschneiden. Vielleicht habt ihr auch noch ein Fußstück von einer Oberteilstrumpfhose über. Die eignen sich hierfür auch sehr gut. Dann einfach die Fußstücken über die Füße eurer kleinen Lieblinge stülpen und viola, nun stehen sie auch in kleinen Stiefelchen da.
Natürlich darf da auch kein aufgeschnittenes T-Shirt fehlen. Man will ja schließlich nicht nackt dastehen. Hierfür auch einfach eine Strumpfhose zerschneiden, wie wir das für uns machen würden. Einfach Zwickel raustrennen und die Beine abschneiden. Hier darf natürlich das Bein nicht so lang bleiben wie für uns, sondern muss dem Tierchen angepasst werden. Dann auch einfach über den Kopf ziehen und fertig ist der bekleidete Schatz. Wenn das über den Kopf ziehen aus irgendwelchen Gründen nicht gehen sollte (Kopf zu groß oder Träger von einem Rucksack), dann schneidet man einfach hinten den Rücken auf und zieht es von vorne an. Danach kann man entweder die offene Stelle mit Sicherheitsnadeln wieder zupecken oder man näht die Ecke einfach schnell per Hand zu.
7. Stirnband
Die 7. Variation ist eigentlich nur die Resteverwertung der 2.. Denn der Bund, den man bei zwei abgeschnitten hat, kann ganz einfach als Stirnband dienen, das gute Dienste bei der Gesichtsreinigung oder beim Aufsetzen von Perücken leistet. Es soll ja hier nichts verkommen.
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