
Du hast Dir eine Modenzeitschrift gekauft und möchtest ein Teil daraus nähen. Verwirrt erkennst Du jede Menge Linien auf dem Schittmusterbbogen und weißt irgendwie gar nicht mehr, was Du jetzt tun sollst.
Kein Problem! Hier ist die Lösung:
Man überträgt die einzelnen Teile auf eigenes Papier und schneidet sie dann aus. So bleibt einem der vollständige Bogen erhalten.
Zunächst einmal sucht man sich nach der Teileliste in der Nähanleitung die Teile des Kleidungsstückes heraus. Da steht dann z.B. Bogen A, Teile 39 bis 47.
Am Rand des Bogens stehen die Nummern. Wen man von da aus senkrecht über den Bogen schaut, findet man meist die Nummer des zugehörigen Teils.
Man kann nun die Teile mit Filzstift nachzeichen, damit man sie besser erkennt. Wichtig ist hierbei, das man nicht nur die Konturen markiert, sondern auch Knopflöcher oder Markierungen, die anzeigen, dass dort bestimmte Teile aufeinandertreffen. Ebenfalls kann es sinnvoll sein, den Fadenlauf einzuzeichnen, da dieser nicht immer gleich ist.
Wichtig: Nicht immer sind alle Teile auf dem Schnittmusterbogen, Gerade Stoffstreifen oder Schrägstreifen werden oft nach Maßangaben selbst zugeschnitten. Deshalb immer erst die gesamte Anleitung durchlesen, bevor du loslegst.
Übertragen mit Seidenpapier:
Im Stoffladen bekommt man großformatiges transparentes Seidenpapier.
Dieses legt man nun möglichst platzsparend auf die vorher herausgesuchten Teile und pauscht mit einem weichen Stift die Konturen und Markierungen ab (so ähnlich, wie man früher die Bilder aus Märchenbüchern mit Butterbrotspapier abgepauscht hat).
Wenn man alles beisammen hat, muss man die Teile nur noch aus dem Seidenpapier ausschneiden und kann sie auf den Stoff legen. Ach so: Beschriften der Seidenpapierteile nicht vergessen.
Übertragen mit dem Kopierrädchen:
Schon mal in Mutters Nähkasten so ein komisches Rädchen mit Griff und pieksigen Ecken gesehen? Dabei handelt es sich um ein Kopierrad zum Übertragen von Schnittmusterteilen.
Man braucht dafür festes Papier, z.B. braunen Packpapier oder Tapetenreste oder altes Geschenkpapier, zur Not auch alte Zeitungen. Am schönsten ist Packpapier, will man darauf am besten herummalen kann
Das Papier so unter den Schnittbogen legen, dass man jeweils das komplette Teil darauf bekommt. Mit dem Kopierrädchen Konturen und Markierungen durchdrücken. Das macht kleine Löcher in den Schnittbogen und das Packpapier. Anschließend Teile ausschneiden. Beschriften nicht vergessen!
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